An der oberen Isar

Die Radltour ist völlig eben und eigentlich gleich durchgestrampelt.
Doch an den Kiesbänken längs der grünen Isar läßt sich genügend Zeit vertrödeln.

Ausgangspunkt: Bad Tölz (an der Queralpenstraße / B 472)
Länge: ca. 20 km
Kompass-Karte: 182 (auch 7)
Badegelegenheiten: Entlang der Isar

Steinpyramiden Bei den Kaskaden Die B472 verläßt man bei der Ausfahrt >Bad Tölz - Mitte< (Altstadt) und erreicht den für die Tour günstig gelegenen Zentralparkplatz. Gleich an seiner Ausfahrt beginnt praktischerweise der Isarwanderweg. Fein gesandet läuft dieser durch die Auenlandschaft. Hin und wieder gibt dabei Niederholz den Blick auf die naheliegenden Voralpen frei. Unterwegs gilt es die in Sisyphosarbeit erstellten Steinpyramiden am Flußufer zu entdecken. In Höhe von Arzbach wechseln wir bei einem die Isar überspannenden Steg die Uferseite. Wir radeln einem nicht zu übersehenden und nicht zu überhörendem kleinen Naturschauspiel entgegen. In Absätzen fällt nämlich kurz vor Lenggries die Isar in ihrer ganzen Breite über mehrere Felsstufen hinunter.

Knapp darauf markiert der ehemalige Flößerort den Wendepunkt. Wir schieben unser Gefährt die große Straßenbrücke hinauf und wechseln auf die ursprüngliche Uferseite. Mitradelnden Kindern kommt der unmittelbar nach der Brücke angelegte Spielplatz sicherlich nicht ungelegen.

Die Familientour wäre perfekt, taucht da nicht nachfolgend ein unerwartetes Hindernis auf. Die Gemeinde hat nämlich den linksseitigen Uferweg bis Arzbach den Fußgängern gewidmet. So wird es zur Gewissensfrage, ob man die zuvor entdeckten und auf dieser Flußseite besser zugänglichen Kaskaden so mir nichts dir nichts links liegen lassen mag? Wenn ja, so hat man die Möglichkeit über den bereits bekannten Herweg oder über den etwas anstrengenden >Höhenweg< die Tour nach Arzbach fortzusetzen.

Egal wie, ab dem isarüberspannenden Steg geht's mit dem Isarwanderweg wieder zurück nach Bad Tölz.

© text und bild by georg demmel